Kokosöl Seife einfach selbst herstellen

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Immer mehr Menschen greifen zu Naturprodukten oder stellen diese selbst her. Dies liegt zum einen natürlich daran, dass von Jahr zu Jahr mehr bedenkliche Stoffe in den Pflegeprodukten auftauchen und zum anderen, weil die Naturprodukte auch Heilkräfte haben, die dem Körper zugutekommen. Dabei können viele Pflegeprodukte mit Kokosöl hergestellt werden, da dieses wertvolle Öl ein echter Allrounder ist. Kokosöl versorgt Deine Haut wirkungsvoll mit Feuchtigkeit und Vitaminen Falls Du Kokosöl das erste Mal auf der Haut anwendest solltest Du prüfen wie Deine Haut auf das Kokosöl reagiert.

„Wie wird eine Seife mit Kokosöl hergestellt?“

Wer seine Seife selbst herstellen möchte, muss sich gut vorbereiten, benötigt Geduld und muss Vorsicht walten lassen. Denn bei der Seifenherstellung wird mit Natronlauge gearbeitet, die die Haut verätzen kann. Aus diesem Grund ist Vorsicht das oberste Gebot. Auch sollte die beim Herstellen der Kokosöl Seife kein Kind in der Nähe sein, damit in aller Ruhe und mit Konzentration gearbeitet werden kann. Für die Herstellung der Seife ist natürlich wichtig auf ein natives Kokosöl, wie etwa Mea Vita, Mituso oder auch Meracus zu achten.

Die Vorbereitung für die Seifenherstellung

Jeder Hobby-Seifensieder sollte sich bewusst sein, dass mit gefährlichen Stoffen, wie der Natronlauge, gearbeitet wird. Aus diesem Grund sind Schutzbrille, Mundschutz und Handschuhe Pflicht, um Augen, Nasen und auch die Haut zu schützen! Außerdem ist das Tragen einer Schürze empfehlenswert. Zudem muss der Raum ausreichend belüftet sein, da sich Dämpfe entwickeln. Außerdem sollten alle Utensilien bereitliegen und in dem Raum, in dem die Seife hergestellt wird, sollte fließendes Wasser vorhanden sein.

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WICHTIG: Keines der Arbeitsgeräte sollte aus Aluminium sein. Natronlauge zerstört Aluminium!! Alle Behälter oder Arbeitsutensilien müssen daher aus Holz oder Plastik sein.

Dies benötigt der Seifensieder:

  • einen Topf mit einem Fassungsvermögen von mindestens 3 bis 4 Litern
  • einen kleineren Topf, um die Laugenlösung zumischen
  • Kochlöffel (am besten aus Holz)
  • Stabmixer (dieser darf keine Aluminiumteile haben)
  • Küchenthermometer, der bis zu 100° C messen kann
  • Plastikschüsseln, um die Lauge abzumessen
  • eine Seifenform aus Holz oder Kunststoff, die zerlegbar ist. So kann die Seife besser herausgelöst werden. Eine Holzform muss mit Plastikfolie ausgelegt werden!
  • Küchenwaage
  • Küchenrolle
  • Schöpfkelle aus Plastik
  • Plastiksieb
  • Müllbeutel zum Abdecken der Seife
  • Sparschäler zur Kantenglättung
  • Schneidedraht für das Abteilen der Seife

WICHTIG: Die genutzten Arbeitsutensilien können nach dem Seife herstellen nicht mehr im Haushalt verwendet werden. Also bitte nur Dinge nutzen, die zum Kochen oder Backen nicht mehr benötigt werden.

„Zutaten und Herstellung der Kokosöl Seife“

  • 350 g Olivenöl
  • 300 g Rapsöl
  • 250 g Kokosöl (z. B. natives Kokosöl von Mituso)
  • 260 g destilliertes Wasser
  • 120 g Natriumhydroxid (Apotheke)

Schritt für Schritt zur Kokosöl Seife:

  1. Alle Öle in den großen Topf gegeben und erwärmen.
  2. In der Zwischenzeit in dem kleinen Topf die Laugenlösung herstellen. Hierzu wird das Natriumhydroxid im destillierten Wasser aufgelöst. Wichtig dabei ist, dass zuerst das Wasser in den Topf gefüllt wird und dann nach und nach und ganz langsam die Natriumhydroxid Kristalle eingerührt werden.
    WICHTIG: Auf keinen Fall sollte dies umgekehrt gemacht werden, da die Lauge spritzen könnte oder es auch zu Verpuffungen kommen kann!!
    Die Lauge, die nun entsteht, erwärmt sich von alleine. Die Dämpfe dürfen nicht eingeatmet werden! Alle Kristalle müssen sich im Wasser vollständig aufgelöst haben. Dies kann anhand des Siebes kontrolliert werden. Sind noch Kristalle im Sieb, wenn die Lauge durch das Sieb geschüttet wurde, ist sie noch nicht fertig.
  3. Sobald die Lauge fertig ist, kann diese langsam und vorsichtig in den großen Topf zu den erwärmten Ölen geschüttet werden. Beim Umfüllen müssen die Öle noch eine Temperatur von 50 bis 60° C haben.
    WICHTIG: Wenn die Lauge in das Öl gegossen wird, die Dämpfe nicht einatmen und das Gesicht besser abwenden.
  4. Nun alles gut mit dem Stabmixer verrühren, bis die Seife eine dickflüssige Konsistenz angenommen hat.
  5. Sobald der Rührlöffel eine deutliche Spur hinterlässt, ist die Seife fertig, um sie in die vorbereiteten Formen zu gießen.
  6. Die Kokosöl Seife muss nun etwa 48 Stunden trocknen und aushärten, bevor sie aus der Form gelöst werden kann.

Zu beachten:

Allerdings kann die Seife noch immer nicht genutzt werden und jetzt ist wirklich Geduld angesagt. Denn die Kokosöl Seife benötigt noch mindestens vier Wochen, bis sie vollständig durchgetrocknet ist. Erst dann ist die gebrauchsfertig! Gelagert werden sollte die Kokosöl Seife am besten an einem kühlen, dunklen und gut belüfteten Ort.

Wer die Kokosöl Seife nun hergestellt hat, wird schnell merken, dass es gar nicht so schwierig ist, wie es sich liest. Es heißt ja auch „Wer schön sein will, muss leiden“. Naja leiden muss man ja nicht gerade, aber es ist eben doch etwas Aufwand, eine natürliche und pflegende Seife herzustellen, die frei von bedenklichen Zusatzstoffen ist und der Haut nun wirklich nur Gutes tut. Diese pflegende Seife ist für die ganze Familie ideal und 100 Prozent natürlich!

Wer jetzt immer noch kein Kokosöl zu Hause hat, sollte dies schnell ändern. Denn dieses Multitalent ist für alles einsetzbar. Zum Kochen und Backen, zur Körperpflege oder zur Behandlung von Herpes ist es ebenso einsetzbar wie zur Lederpflege und zur Fellpflege für Hund, Katze und Pferd. Kokosöl ist ein Öl der Extraklasse!

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